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Sind Kräutermischungen bei Problemen mit Leber und Niere sinnvoll?

Natürlich liegen sehr viele Probleme in der falschen Ernährung der Pferde und in der falschen Auswahl verschiedender Zusatzstoffe. Trotzdem werden die Pferde im Schnitt wieder Älter als früher. Ich halte es dafür grundsätzlich für wichtig, daß die Diagnose im Vordergrund zu stehen hat. Die von Jonas eingesetzten Kräuter wie: Fenchel, Pfeffer, Bockshornklee, Echinacea, Tausendguldenkraut, Schellkraut, Löwenzahn, Fingerkraut haben sehr wohl ernährungsphysiologisch eine Bedeutung und finden daher ja auch in der Homöopathie ihre Vertreter.  Aber auch in der Ernährungswissenschaft bauen die Erkenntnisse genau darauf auf.

Echinacea (Sonnenhut) besteht aus folgenden Bestandteilen: Polysaccharide, Kaffeesäurederivate, Polyacetylene und Alkylamide und ungesättigten Fettsäuren. Also nicht der Sonnenhut sondern die Bestandteile daraus sind von ernährungsphysiologischer Bedeutung.

Genau diese Erkenntnisse führen dazu, dass Ergänzungsfutter für spezielle Probleme hergestellt werden. Teilweise werden auch hier Kräutermischungen verwendet oder nur einzelne Auszüge (die benötigten Bausteine) daraus gewonnen und hineingemischt. Darüber hinaus können sie auch synthetisch gewonnen werden (leider sehr oft der Fall) - diese sind nicht immer unumstritten. Mittlerweile hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, daß dies auf dem Etikett zu stehen hat - neben vielen anderen Informationen. Der Verbraucher hätte es einfacher, wenn alle Hersteller sich an die europ. Gesetze halten würden.  Aber selbst Jan Jonas ignoriert diese Vorschrift und vertreibt Ergänzungsfutter dem ein Vielzahl von Angaben fehlen.  Es fällt also schwer einen Vergleich anzustellen.

Leber-Niere-Kräuter

Welche Kräuter sind sinnvoll?

Das nächste Problem ist, daß eine Vielzahl von Kräutern und deren Wirkung zwar bei Menschen erforscht wurde, aber bei Pferden fehlen diese Erkenntnisse gänzlich. Echinacea z.B. hat in wissenschaftlichen Studien bei Pferden keine Wirkung gezeigt - aber bei Menschen sehr wohl.  Mit vier Zwiebeln kann man ein Pferd umbringen - der Mensch aber kann sie essen. Daher halte ich mich gerne an die ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse die tatsächlich für Pferde gewonnen wurden.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, daß die hier beschriebenen Kräuter etwas erreichen. (die einen mehr und die anderen weniger). Sinnvoll erscheint es aber nicht, in einer Kombination Magen, Darm, Leber, Niere, Muskelstoffwechsel usw. zu behandeln. Derartige Cocktails sind nicht nur in der Homöopathie umstritten. Gezielte Verabreichungen (dies setzt aber eine ordentliche Diagnose voraus) sind hier viel hilfreicher und effizienter.

  1. Reduzierung stoffwechsel-, magen- und leberbelastender Misch/Kraftfutter < 0,3 kg/100 kg LM (am besten höchstens 250 Gramm/Tag)
  2. Heu erster Schnitt 4 - 6 mal/Tag ca. 2 kg/100 kg LM/Tag
  3. 50 ml Öl/Tag (kaltgepresst, Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren)
  4. 1 - 2 Äpfel (süß) in das Kraftfutter reiben (braun werden lassen - wegen des Pektins)
  5. hochwertiges Mineralfutter (am besten probiotisch, unpelletiert, organische Zusatzstoffe)
  6. Bewegung, normales Training, Sonne und Luft
  7. Stroheinstreu für die Dauer von 14 Tagen vermeiden (Späne o.ä.)
  8. Gegebenenfalls Heucobs einweichen (1 Liter mit 2 - 3 Liter Wasser) und auf mind. 2 Portionen aufteilen. (Hier kann alles mit reingemischt werden)


Zur Entgiftung der Leber eignet sich sehr gut "Metabol" von Equipur, Probiotikas hier eignet sich Yea Sacc Mikro weil magensäureresistent im Gegensatz zu EM (Effektiven Mikroorganismen), bei starken Magengeschwüren evtl. Säureblocker, Waterstop, EquiGuard, GastroCare Plus oder bei leichten Magen/Darmbeschwerden das DualFormula (Krämer).

Kräuter z.B. Süßholz, Weissdorn, Gingko. Zur Entgifung der Niere ist Renal von Equipur nicht schlecht meist aber nicht nötig, da die Niere in seltenen Fällen betroffen ist. Das aber nicht alles auf einmal sondern zunächst den Magen sanieren, dann die Niere (wenn mitbetroffen) und dann die Leber (nicht gleichzeitig).

Bei der Entgiftung der Leber das Pferd auf jeden Fall ins Training nehmen - es sollte regelmäßig (zumindestens kurz) richtig Gas geben dürfen. Mischfutter wenn möglich gegen Hafer (frisch gequetscht) austauschen. Wobei die Umstellung der Fütterung evlt. bereits ausreicht wenn ein gutes Mineralfutter und Öl zugefüttert wird und die Kraftfuttermengen drastisch reduziert werden.