Mauke beim Pferd – welchen Anteil hat der Matsch und welchen die Fütterung?

Immer wieder hört man, dass ein matschiger Auslauf oder eine feuchte Wiese ursächlich für die Mauke beim Pferd sein soll. Diese Behauptung ist grundsätzlich so nicht richtig. Diese insbesondere in den hinteren – seltener auch vorderen – Fesselbeugen vorkommenden Hautirritationen sind nicht selten sehr schmerzhaft für das Pferd. Bilden sich erst einmal offene oder verkrustete Stellen, sind diese das Eingangstor für Bakterien bzw. Keime. Am Ende entzünden sich diese Hautpartien, das gesamte Bein schwillt an und wird heiß. Fieber und eine Phlegmone sind dann bei Pferden mit Mauke eine Folge dieser häufig hartnäckigen Hauterkrankung. In unserem Fachartikel wollen wir auf mögliche Verursacher eingehen und vorbeugende sowie behandelnde Tipps für Ihr Pferd mit Mauke geben.


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Mauke beim Pferd – kurz & knapp

Risikogruppen:

Pferde mit geschwächtem Immunsystem; disponierte Rassen: Robustpferde, Kaltblüter

Ursachen:

  • Hygienemängel im Stall
  • psychische Faktoren (Stress, Stallwechsel, Reisen, Turniere, Herdendruck usw.)
  • Bakterien und Parasiten
  • matschiger Auslauf/feuchte Wiesen unterstützen die Hauterkrankung > hohes Infektionsrisiko
  • zu eiweißreiches und energiereiches Futter (auch Weidegras)

Symptome:

  • Hautirritation in den Fesselbeugen
    offene/verkrustete Stellen > entzündete Hautpartien = Schmerzen fürs Pferd

Behandlung von Mauke beim Pferd:

  1. Unterbringung im trockenen Stall
  2. Waschung mit Jodseife/Kernseife; Krusten NICHT herunterwaschen
  3. Betroffene Stellen: Wundcreme/Lotion
    > Muddy & Skin PRO Creme, Skin-Lotion PLUS
  4. Parasiten/Milben reduzieren
    > Parasit nat.
  5. ernährungsphysiologische Unterstützung der Abwehrleistung des Pferdes
    > Mineral Plus, Omega Balance Öl, Billy´s Spurenelemente und GladiatorPLUS
  6. Verbesserung des Entgiftungs- und Hautstoffwechsels
    > Muddy & Skin Powder

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Mauke beim Pferd - Matsch löst diese Krankheit nicht aus. Richtig ist, dass ein mit Mauke oder Raspe (als solche wird eine bis unter die Oberschenkel verlaufende Hautirritation bezeichnet) befallenes Pferd matschige Ausläufe oder feuchte Pferdeweiden bis zur Abheilung meiden sollte. Da es sich bei der Mauke um teilweise offene Wunden handelt, besteht in den verunreinigten und mit Bakterien versetzten Böden ein hohes Infektionsrisiko. Ist das Pferd betroffen, sollten dringend hygienische, vor Infektionen schützende Maßnahmen getroffen werden. An erster Stelle stünde hier das trockene Aufstallen des betroffenen Pferdes. Der Einsatz von Salben, Lotionen oder sogenannten Wundsprays kann sinnvoll sein. Dies sollte allerdings nie die einzige Maßnahme sein, da die Abstellung der Ursache damit nicht erreicht wird.

Sind Parasiten oder die Herbstgrasmilbe verantwortlich?

Im Vergleich zu früheren Zeiten treten Hautparasiten bei Pferden heute seltener auf. Das liegt an der höheren Hygiene, gesünderen Ställen mit geringerer Besatzdichte und einer besseren Fütterung. Dies stärkt die Immunabwehr des Pferdes und bietet damit den Parasiten eine geringere Chance. Pferde mit einem beeinträchtigten Immunsystem sind eher gefährdet von Parasiten (Milben, Haarlinge, Zecken usw.) befallen zu werden. Die Räudemilben sitzen beispielsweise im Haarkleid oder gerne auch an den Beinen (Chorioptesräude). Räudemilben bohren sich in die Haut und ernähren sich von Blut und Lymphe. Läuse und Haarlinge hingegen leben im Langhaar des Pferdes und saugen ebenfalls Blut oder ernähren sich nur von losen Hautschuppen. Auch die Herbstgrasmilbe, (Neotrombicula autumnalis) die übrigens nicht ausschließlich nur im Herbst vorkommt, setzt den Pferdebeinen massiv zu. Bei Pferden mit Mauke hat Dr. Florian Geburek in seiner damaligen Dissertation an 60 % der mit Mauke befallenen Pferde zusätzlich Hautmilben festgestellt.

Zudem hat er aufgedeckt, dass nicht nur Pferde mit Hautmilben anfälliger für die oft schmerzhafte Hautentzündung waren, sondern auch stark verwurmte Pferde häufiger darunter litten.

Zunächst war eine seiner Schlussfolgerungen, dass Milben, Läuse oder ein stark verwurmtes Pferd vorliegen müssen, damit Mauke zum Vorschein kommt. Heute weiß man, dass die "Maukebeine" der Pferde eher sekundär davon befallen werden und daher eine reine Behandlung mit Repellentien (Wirkstoff um Parasiten zu töten) am Ende nicht zielführend war. Zwar konnte damit der Parasitenbefall eingedämmt werden, nicht aber die Mauke des Pferdes. Was nicht heißt, dass der Einsatz solcher Mittel nicht grundsätzlich als zusätzliche Therapie sinnvoll wäre.

Stress oder Stallwechsel begünstigen Mauke

Häufig tritt Mauke auch in Stresssituationen auf. Zum Beispiel nach einem Stallwechsel, bei der Integration in eine neue Herde oder nach langen Reisen oder Turnieren und Shows. Nicht immer ist es nur der Stress alleine, sondern die Kombination aus der Umstellung und der in neuen Ställen oder Plätzen befindlichen Keimen. Das Immunsystem des Pferdes stellt sich erst langsam individuell auf die neue Standortsituation ein. In vielen Fällen sind die Pferde durch die Umstellung nicht mehr in der Lage, entsprechend schnelle Immunantworten auf die noch unbekannten Angriffe von außen zu finden. Nicht selten ist auch das Futter oder Futtermanagement ein anderes. Stress (Kortisol) und die neue Fütterung schwächen auch eine vorher intakte Darmflora (über 70 % der Immunzellen befinden sich im Darm). Die Haut als größtes Organ wird daher sehr anfällig für äußere Angriffe und eine ggf. beeinträchtigte Verdauung belastet den Entgiftungsstoffwechsel zusätzlich. Die Folge ist dann Mauke oder Raspe beim Pferd. In diesem Fall steht die ernährungsphysiologische Unterstützung der Abwehrleistung des Pferdes im Vordergrund (z.B.: Mineral Plus, Omega Balance Öl und GladiatorPLUS).

Meistens ist die Fütterung dafür verantwortlich

Zu viel Kraftfutter, lange Weidezeiten (Stärke, Protein, Eiweiß) oder die Kombination daraus sind Gift für disponierte Maukepferde!

Unsere langjährige Erfahrung, insbesondere mit für Mauke disponierten Pferderassen, wie z.B. den Irish Cob bzw. Irish Tinker, hat uns in dieser Ansicht bestärkt. Gerade diese Rasse ist durch seinen starken Fesselbehang und der deutlichen Reaktion auf stärke-, zucker- und eiweißreiches Futter für Mauke prädestiniert. Sollten Sie Ihr Pferd erfolgreich behandeln wollen, muss in erster Linie die Fütterung umgestellt werden. Kraftfutter oder Müslifutter (auch getreidefrei) mit hohem Eiweiß- und/oder Stärkeanteil (Getreide, hydrothermisch aufgeschlossenes Getreide, Luzerne, Esparsette usw.) in der Futterration sollten deutlich reduziert werden. Aber auch das Weidegras und die Weidezeiten müssen mitberücksichtigt werden. Gerade kurzes Weidegras oder Pferdeweiden mit einem hohen Anteil an eiweiß- oder fruktanreichen Grassorten belasten den Entgiftungsstoffwechsel und begünstigen die Entstehung von Mauke beim Pferd. Nach dem Juni geerntetes Heu, Stroh (unbelastet durch Schimmel) und Weidegras mit einer ausreichenden Wuchshöhe (>25 cm) weisen ein günstigeres Verhältnis von Energie zu Protein (Eiweiß) auf und entlasten durch diesen Umstand den Entgiftungsstoffwechsel.

Zink und Mangan sind jetzt wichtige Spurenelemente im Kampf gegen die Mauke

Über 80% der betroffenen Pferde zeigen im Blutbild leicht erhöhte Leberwerte oder Zinkwerte knapp über, bis deutlich unter dem angegebenen Referenzwert. Ein möglicher Hinweis, dass die Entgiftungsleistung des Pferdes stark belastet ist. Zink und Mangan sind daran stark beteiligt. Ein Mangel würde bedeuten, dass die belastenden Stoffwechselendprodukte nicht ordnungsgemäß abgeführt werden können und die Schutzmechanismen der Haut somit beeinträchtigt werden.

Eiweiß im Weidegras und Kraftfutter lösen Mauke beim Pferd aus.

Hohe Kraftfuttergaben belasten den Leber-, Nieren und Verdauungsstoffwechsel. Die Leber selbst ist neben der Niere das wichtigste Entgiftungsorgan. Störungen bzw. Überlastungen machen sich sehr oft auf der Haut durch Ekzeme bemerkbar. Mauke ist häufig die Folge einer zu getreidelastigen oder proteinreichen Fütterung. Eine zu hohe Proteinzufuhr – auch durch Weidegras – wird weitestgehend über die Leber abgebaut. Vorher belastet sie aber den Verdauungsstoffwechsel, der wiederum Toxine freisetzt, die unmittelbar in den Organismus übergehen. Die im Getreide enthaltenen Phytate binden Mineralstoffe, wichtige Spurenelemente und machen diese somit wirkungslos. Gerade die Bildung vieler leberentgiftender Enzyme ist abhängig von der Versorgung mittels Spurenelemente. Aus einer Eiweiß- oder Kohlenhydratüberfütterung kann sich zusätzlich ein Spurenelementmangel entwickeln. Da darüber hinaus die für den Leberstoffwechsel wichtigen wasserlöslichen Vitamine nur innerhalb einer intakten Darmflora synthetisiert werden können, führt eine fütterungsbedingte Entgleisung der Darmflora am Ende zu einem gestörten Ablauf gesunderhaltender Stoffwechselvorgänge. Dieser zeigt sich gerne in Hautveränderungen. Die Haut wird spröde, rissig, platzt auf und öffnet auch Parasiten und Keimen Tür und Tor.

Mauke und Raspe erfolgreich behandeln – das können Sie tun!

  • Infektionsrisiko vermeiden: Grundsätzlich sollten Sie bei akuter Mauke auf das erhöhte Infektionsrisiko achten. Daher empfiehlt sich bei betroffenen Pferden eine Waschung mit Jodseife oder auch Kernseife (alkalisch und dadurch entzündungswidrig). Versuchen Sie nicht die Kruste mit Gewalt herunter zu waschen. Überflüssige Krusten werden von selbst herunterfallen. Vermeiden Sie aber auch zu häufiges Waschen, da dies die natürliche Schutzbarriere der Hautoberfläche schwächt.
  • Versuchen Sie zwischendurch den Schmutz usw. auszubürsten. Geben Sie auf die befallenen und offenen Stellen eine Wundcreme oder eine Lotion. Vermeiden Sie Teebaumöl, weil dies die Haut sehr reizt. Natural Horse Care hat gerade für entzündete Hautpartien zwei sehr bewährte Salben. Muddy & Skin PRO Creme mit sulfoniertem Schieferöl oder für schwer zugängliche und haarige Stellen Skin-Lotion PLUS u.a. mit heilendem Honig entwickelt. Die Creme oder Lotion bietet einen guten Schutz und fördert die Wundheilung. Die Lotion hat sich insbesondere für schwer zugängige Stellen innerhalb des Fesselbehangs oder bei Ekzemern im dichten Mähnen- oder Schweifhaar bewährt.
  • Häufig auftretende Parasiten/Milben reduzieren die Heilungschancen: Parasiten (Haut- oder Herstgrasmilben) verstärken die Symptome häufig. Selten sind sie zwar alleiniger Auslöser – aber in vielen Fällen störende, den Heilprozess verlängernde „Mitesser“. Sie erschweren die Behandlung. Sprühen Sie regelmäßig ein Repellent gegen Grasmilben (z.B. Parasit nat.) großzügig auf die umliegenden Stellen und bürsten diese ein.
  • Eiweiß, Stärke und Zucker im Überfluss vermeiden: Grundsätzlich haben Sie bei einem Pferd mit Mauke oder Raspe die größte Heilungschance, wenn Sie das Problem ganzheitlich betrachten. Zunächst sollte die zugeführte Menge an Energie und verdaulichem Protein (insbesondere Kraftfutter) überprüft werden. Lange Weidezeiten sind ebenfalls – gerade bei Robustpferderassen – kontraindiziert. Ihr Natural Horse Care Ernährungsberater überprüft gerne den bisherigen Futterplan und erstellt Ihnen einen individuellen Vorschlag.
  • Muddy & Skin PRO Creme bei MaukeBedarf an vitalisierenden Spurenelementen sichern: Angeraten wird ein vitalisierendes und probiotisches Mineralfutter (Mineral Plus) in hoher Dosierung oder ein hochwertiges Ergänzungsfutter mit allen wichtigen Spurenelementen und B-Vitaminen (Billy´s Spurenelemente) in Kombination mit Ihrem bisherigen Mineralfutter. Bevor auf kostenintensive Zusatzpräparate zurückgegriffen wird, sollte eine bedarfsgerechte Grundversorgung in Verbindung mit einem hochwertigen Mineralfutter und einem Öl mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren versucht werden.
  • Hartnäckige Mauke oder Raspe beim Pferd behandeln: Zusatzpräparate für den Immunstoffwechsel insbesondere für Leber und Haut können in schwer behandelbaren Fällen notwendig sein. Hier ist es aber ratsam einen erfahrenen Ernährungsberater oder Therapeuten mit ins Boot zu holen. Schwerpunktmäßig wird dieser auf die Verbesserung des Entgiftungs- und Hautstoffwechsels hinarbeiten. Bewährt hat sich hier die zusätzliche kurmäßige Gabe unseres Muddy & Skin Powders – eine Kombination aus hochwertigen Spurenelementen und Vitalstoffen sowie Kräutern (z.B.: Mariendistel, Brennnessel, Kamille, Ackerschachtelhalm, Eibisch, Schafgarbe) und Zusätzen (z.B. Lebendhefe, Seealgen, MSM). Tipp: Immer kurweise in Verbindung mit einem Mineralfutter füttern.
  • Öle verbessern das Hautmilieu ungemein: Zusätzlich sehr gut bewährt hat sich die Fütterung von kaltgepressten Leinsamenölen die zur Verbesserung der Vitamin A und Vitamin E-Versorgung mit sehr feinem Dorsch- und Traubenkernölen vermengt werden. Diese in den schonend gepressten Ölen erhaltenen Omega-3-Fettsäuren gelten als entzündungswidrig und verbessern das Hautniveau. Unser Omega Balance Öl bietet diese Voraussetzungen.


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