In der Regel leiden Vollblüter und diverse Quarterhorse-Zuchtlinien an der sogenannten Kohlenhydratunverträglichkeit PSSM. Das schließt natürlich nicht aus, dass das Ihr Haflinger auch hat. Gewissheit kann hier aber nur eine Muskelbiopsie geben. Gerne werden Kreuzverschläge als solche fälschlicherweise diagnostiziert.  

Grundsätzlich bedeutet PSSM, dass Sie jegliche stoßweise Gaben von kohlenhydratreichem Futter vermeiden sollten und statt dessen eine Fütterung mit hohem Öl- und Vitamin E-Anteil vornehmen. In der Hauptsache sollte das Pferd nur Heu (erster Schnitt) möglichst spät geschnitten verabreicht bekommen.

Der Weidegang sollte portioniert vorgenommen werden. Junges Weidegras sollte gemieden werden. Füttern Sie als Kraftfutter ca. 0,5 kg Safe & Sound von Dodson & Horrell sowie ca. 50 - 75 ml Omega Balance Öl  dazu.

Als Mineralfutter geben sie Mineral Plus ca. 50 Gramm/Tag und ggf. 5 - 10 Gramm Selen plus E.

In der akuten Phase des PSSM sollten Sie dringendst den Nierenstoffwechsel unterstützen. Dies geschieht am besten mit EQUIPUR-renal und Selen plus E (2-3 Wochen).

PSSM Pferde sind Leistungspferde. Die Krankheit bedeutet keinesfalls das "Aus" für Ihr Pferd. Denken Sie daran: PSSM-Pferde müssen Sie täglich ausgiebig trainieren. Sogenannte "Stehtage" sind Gift für Pferde mit PSSM.

Vermeiden Sie in den ersten 10 - 15 Minuten des Trainings jegliche Aufregung für Ihr Pferd. Diskutieren Sie nicht und gehen Sie die Arbeit entspannt an.  

PSSM-Pferde vertragen auch Kraftfutter. Dieses sollte aber dann in kleinen Portionen auf den Tag verteilt gegeben werden. Dennoch sollte eine eindeutige Diagnose vorliegen. Die Diagnose PSSM nur aufgrund eines Blutbildes zu stellen wäre fahrlässig.

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