Bierhefe fürs Pferd ist gesund für Haut, Fell und die Verdauung. Jeder Pferdebesitzer kennt sie – die Bierhefe. Früher wie heute wird die Bierhefe in der Pferdefütterung sehr geschätzt, häufig frisch oder mit Biertreber vermengt an die Arbeitspferde in großen Mengen verfüttert. Heute wird die nach mehreren Brauvorgängen übrig gebliebenen inaktive Bierhefe zwar aus Kostengründen nicht mehr zu Pferdefutter verarbeitet – dennoch weiß man um die guten Eigenschaften dieser Bierhefe und produziert sie in großen Mengen industriell für die Futtermittel- und Nahrungsmittelindustrie. Somit ist sie kein Rest aus der Produktion eines anderen Produktes wie es immer wieder abwertend unter Pferdeleuten behauptet wird. Der Vorteil einer automatisierten Bierhefeherstellung ist eine gleichbleibend hochwertige und für den Pferdebesitzer kostengünstige Alternative als Futterzusatz.

Dieser sogenannte „Zuckerpilz“ (griechisch: saccharomyces cerevisiae) wurde bereits seit Hunderten von Jahren in der Naturheilkunde bei diversen Krankheiten wie Verdauungsstörungen, Haut- und Haar- bzw. Fellproblemen, Leberfunktionsstörungen und sogar bei Erkrankungen der Atmungsorgane eingesetzt. Die äußerst selten vorkommenden Nebenwirkungen macht den Einsatz der Bierhefe bei Pferden mit Futtermittelallergien sehr beliebt. Auch dient sie als nützliche Beigabe in den Ergänzungsfuttermitteln für Pferde und ersetzt immer häufiger getreide- und stark zuckerhaltige Füllstoffe.

Bierhefe – welche Wirkung hat sie aufs Pferd?

Der eigentlich herausragende ernährungsphysiologische Vorteil der Bierhefe für das Pferd ist der hohe Gehalt an qualitativ hochwertigen essentiellen Aminosäuren und Rohprotein sowie seinen leicht verfügbaren und für die Verdauung sehr nützlichen B-Vitaminen. Heute werden insbesondere die Robustpferderassen sehr eiweißarm (Heu später Schnitt und Stroh) ernährt. Gerade aber die essentiellen Aminosäuren sind an vielen lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt und ein Mangel führt zu Leistungsabfall, Muskelabbau und höherer Infektanfälligkeit. Die Bierhefe liefert den Pferden eine nutzbare native Quelle an Lysin, Methionin, Cystin, Threonin und Tryptophan. Hier sind die Gehalte sogar höher als beim gerne in der Pferdefütterung eingesetzten Soja.

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Die in der Bierhefe enthaltenen B-Vitamine sind im Vergleich zu anderen Futtermitteln bis auf Vitamin B 12 überproportional vorhanden. Da die biologisch aktive Form der B-Vitamine für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie die körpereigene Energiegewinnung lebensnotwendig sind wird deutlich, dass ein Mangel an B-Vitaminen sehr schnell Einfluss auf die Gesundheit der Pferde nehmen kann. Im Regelfall ist zwar die Vitamin-B Versorgung der Pferde sichergestellt. Stress, Krankheit oder Verdauungsstörungen können aber Mangelsituationen hervorrufen. Diese wirken sich negativ auf die Haut- und Schleimhäute, die Leistungsfähigkeit und die Verdauung des Pferdes aus. Die Bierhefe liefert hier eine effiziente, gesunde und kostengünstige Quelle und beugt einem Mangel vor.

 

   

 Das sollten Sie wissen!

 

  • Die Bierhefe liefert B-Vitamine, essentielle Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe für das Pferd.
  • Die natürlichen Wirk- und Nährstoffe der Bierhefe fördern eine intakte Verdauung und beugen Verdauungsstörungen vor.
  • Vorsicht bei Backhefen – Diese aktiven Mikroorganismen können schmerzhafte Blähungen und gefährliche Koliken beim Pferd auslösen.
  • Bierhefe hat zwar einen hohen Anteil an Vital- und Nährstoffendiese Mengen reichen aber nicht aus, um ein tägliches Mineralfutter zu ersetzen.
  • Bierhefe fürs Pferd ist eine ideale Ergänzung zur Unterstützung des Fellwechsels, zur Vorbeugung von fütterungsbedingten Durchfällen oder Kotwasser z.B. beim Anweiden oder als zusätzlicher Lieferant hochwertiger essenzieller Aminosäuren.
 
 

Liefert Bierhefe ausreichend Spurenelemente fürs Pferd?

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Auch wenn in ihr Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Magnesium und Natrium sowie Spurenelemente wie Jod, Zink und Selen nachzuweisen sind, kann sie den Pferden ein Mineralfutter nicht ersetzen. Hier sind die Mengen so gering, dass annähernd 2 kg Bierhefe gefüttert werden müssten, um damit z.B. den Tagesbedarf z.B. an Selen abzudecken. Solche Mengen Bierhefe aber wären für ein Pferd stark gesundheitsschädlich. Dennoch unterstützt die Bierhefe die Dünn- und Dickdarmverdauung und fördert somit die Wirk- und Nährstoffverwertung und damit auch die Aufnahmefähigkeit von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen in den Stoffwechselkreislauf der Pferde.

Bierhefe bei Kotwasser oder Durchfall

Die an Pferde gefütterte Bierhefe ist inaktiv, d.h. dass keine lebenden Mikroorganismen mehr vorhanden sind. Im Gegensatz zu dem aus derselben Gattung stammenden Lebendhefen wirken sie nur sehr begrenzt aktiv auf die Mikrodarmflora der Pferde ein. Auch wenn hier immer wieder Bierhefe empfohlen wird, eignen sich bei Durchfall oder Kotwasser Ergänzungsfutter wie Waterstop oder YeaSacc Mikro aufgrund der lebenden Hefen und natürlichen Kräuterzusätze besser. Bei leichten Durchfällen, sauer riechendem Kot kann jedoch Billy's Bierhefe bereits ausreichen, um die angegriffene Mikrodarmflora durch ihren hohen Anteil an B-Vitaminen zu stabilisieren.

Vorsicht bei Backhefe – Kolikgefahr für Pferde

Immer wieder wird in verschiedenen Foren die handelsübliche Backhefe als alternative Ergänzung für Pferde mit Magen- Darmproblemen erwähnt. Backhefe, wie wir sie aus den Kühlregalen der Supermärkte kennen oder die trockene Variante zum Herstellen von Hefeteig, besteht aus einer aktiven sowie vermehrungsfähigen Gattung. Diese setzen selbst unter anaeroben Bedingungen große Mengen an CO2 frei und die Hefebakterien vermehren sich (Gärung) stark. Hier kann es für Pferde zu schmerzhaften und selten auch zu lebensbedrohlichen Koliken kommen. Backhefen bzw. aktive vermehrungsfähige Hefestämme sollten in der Pferdefütterung keinen Platz einnehmen und sind darüber hinaus auch futtermittelrechtlich nicht zugelassen.

Dosierung

Bierhefe hat einen eher bitteren Geschmack und wird daher von Pferden häufig in größeren Dosiermengen verschmäht. Daher sollte man Bierhefe bestenfalls mit einem Misch- oder Kraftfutter kombinieren. Im Regelfall werden 50 Gramm für ein Großpferd (600 kg) empfohlen. Diese Menge reicht im Regelfall aus, wenn Bierhefe kurweise als zusätzliche Ergänzung zum Mineralfutter oder zur Unterstützung des Haut-, Fell -und Verdauungsstoffwechsels verabreicht wird. In akuten Fällen kann diese Menge aber auf bis zu 200 Gramm täglich erhöht werden insbesondere dann, wenn die Bierhefe als eiweißreiche Ergänzung (Muskelaufbau) dienen soll. Wegen der Akzeptanz wird die Bierhefe häufig mit den Biertrebern (Nebenprodukt aus der Bierherstellung = Trester) kombiniert. Da der Biertreber aus den Getreiderückständen gewonnen wird, werden häufig fälschlicherweise hohe Stärkegehalte vermutet. Das ist aber nicht der Fall, da die vorangegangene Gärung die Stärke weitestgehend abgebaut hat.

Tipp - welche Bierhefe soll ich kaufen?:

Billy´s Bierhefe zum Beispiel besteht zu 100 % aus reiner schonend getrockneter Bierhefe mit einem hohen natürlichen Gehalt an hochwertigen B-Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren und verdauungsunterstützenden Enzymen. Insbesondere diese Nähr- und Wirkstoffe unterstützen den Verdauungsstoffwechsel der Pferde und fördern ein gesundes Fell und kräftige Hufe.

Was ist besser? Bierhefe, Bierhefe mit Treber oder Lebendhefe: Der Unterschied zwischen Bierhefe, Biertreber und Lebendhefe (z.B.Saccharomyces cerevisiae NCYC Sc 47) fürs Pferd: