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Spendenaktion Pegasus e.V. - Was wir Dank Ihrer Bestellung bewirken konnten

Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Ein erlebnispädagogisches Projekt für eine Kindergruppe mit besonderem Förderbedarf

Durch Ihre finanzielle Unterstützung konnte die Kindergruppe die Pferdeinsel Aktion Pegasus besuchen.

Bereits die Fahrt auf´s Land ist für unsere Kinder oft schon ein Erlebnis. Der Pferdehof befindet sich in einem kleinen Bauerndorf im oberbayrischen Umland  von München. Sehr idyllisch liegt der Hof auf einer  kleinen Anhöhe mit Blick auf die Alpenpanorama Kette. Unsere Stadtkinder sind begeistert und überwältigt von diesem Anblick.

Am Hof angekommen ist die Aufregung groß. Ein großer Hof mit vielen Pferden, Katzen und Kühe sind zu sehen und die Kinder möchten natürlich alles  erleben und mitbekommen. Wir starten immer mit einer Einführungsrunde. Die Betreuerin erklärt   den Ablauf und die Kinder erfahren die wichtigsten Regeln im Umgang mit den Tieren.

Zu Anfang lernen wir uns richtig den Pferden zu nähern. Die Pferde sind groß und beeindrucken und mächtig. Langsam und behutsam begegnen wir den Tieren. Die Kinder dürfen so den ersten Kontakt aufnehmen und in ihrem eigenen Tempo auf die Pferde zugehen. Die ersten Kontakte sind geknüpft. 

Grundsätzlich beginnen wir jede Einheit mit etwas Stallarbeit. Wir kehren das Stroh in die Liegegasse, räumen Pferdeäpfel weg und bereiten die Futterschüsseln für die Pferde vor. Die Kinder sind dabei in Gruppen aufgeteilt und arbeiten alle eifrig mit. Anfangs rümpfen einige Kinder die Nase, doch mit der Zeit gewöhnen sie sich an die Tätigkeiten und empfinden diese auch als natürlich und selbstverständlich. Auch der unbekannte Pferdegeruch fällt irgendwann nicht mehr auf.

Vor allem den Jungs macht oft das „echte“ Arbeiten Freude. Mal so richtig Anpacken und Wegräumen, gefällt ihnen gut. 

Nach der Stallarbeit holen wir uns immer die Therapiepferde. Wir bekommen alle eine Einführung in die Putzutensilien und deren Anwendung. Mit dem Putzen werden die ersten Körperkontakte zum Pferd gemacht. Anfangs sind die Kinder noch vorsichtig und fast zu behutsam, mit der Zeit trauen sie sich jedoch schon beherzt zu putzen. Das Winterfell wird ausgebürstet, die Mähne eingeflochten und von den mutigen Kindern die Hufe ausgekratzt. Von Einheit zu Einheit bemerken wir die Fortschritte, die die Kinder im Umgang mit den Pferden machen. Waren zu Anfang noch viele Kinder vorsichtig und schreckhaft, so werden sie immer souveräner und selbstsicherer. 

Sind die Pferde geputzt und vorbereitet, so lernen alle Kinder erst das Führen der Pferde mit der eigenen Körpersprache. Hier führen die Kinder die Pferde durch einen vorgegebenen Parcours um Hütchen herum, über eine Plane und Stangen, mal links mal rechts herum. Dieses Führen verlangt eine klare Körperhaltung, einen konkreten Plan und Mut. Schnell wird deutlich, welche Kinder unklar und unsicher sind, denn dann werden die Pferde ebenso unklar und unsicher. Dann bleiben die Pferde stehen, wissen nicht wohin es geht oder sie gehen an den Toren vorbei. Die Pferde sind hier ein perfekter Spiegel der führenden Person. So erhalten die Kinder eine direkte Rückmeldung. Langsam und behutsam steigen alle Kinder in das Führen ein. Erst sehr vorsichtig, später immer klarer und strukturierter. Nach ein paar Einheiten sind die Kinder so sicher, dass sie mit kleinen Experimenten beginnen. So dürfen sie auf dem Reitplatz mit den Pferden den Parcours entlang traben, sie rückwärts richten, oder neue Varianten einbauen. Beim Führen wird schnell ersichtlich, wie das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt wird und mit welchem Stolz sie ihr Können präsentieren.

Klappt das Führen gut, so dürfen die Kinder auch auf den Pferden sitzen. Mit Übungen, wie Armkreisen, Vorwärts und Rückwärts reiten etc. sollen die Kinder ein Gefühl für die Bewegung der Pferde bekommen. Der direkte Körperkontakt, das „Sich- bewegen – lassen“ und das erhabene Gefühl auf dem Pferd zu reiten, erfreut die Kinder enorm.  

Mal geht es vorwärts, mal rückwärts auf dem Pferd durch den Parcours, mal dürfen sie sitzen, mal liegen, mal Bälle fangen und am Ende sogar auf den Pferden stehen…..

Am Ende sind die absoluten Highlights dann ein gemeinsamer Ausritt in den Wald oder eine Kutschfahrt über´s Land.

   

„Insgesamt sind die Tage am Pferdestall für unsere Stadtkinder unheimlich bereichernd. Die Natur entdecken, die Tiere berühren und sich selbst im Umgang mit den Pferden zu erleben, sind überaus wertvolle Erfahrungen für unsere Kinder und Jugendlichen. Bei den Stallarbeiten müssen die Kinder zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen, beim Führen der Pferde ist Konzentration und Durchhaltevermögen wichtig….

Unsere Kinder haben oft in jungen Jahren schon Erfahrungen mit Not und Gewalt machen müssen. Hier am Pferdestall lassen sich Ängste aufarbeiten und ihr Selbstbewusstsein wird gefördert. Wir danken Ihnen sehr, dass Sie durch Ihre Unterstützung dieses Projekt ermöglicht haben.“

DANKESCHÖN!!!!