Zink ist ein bedeutendes Spurenelement beim Pferd.

Das Spurenelement Zink spielt im Stoffwechsel des Pferdes eine tragende Rolle. Häufig werden wir in unseren Beratungsgesprächen mit Blutbildern konfrontiert, dessen Werte einen Zinkmangel beim Pferd aufweisen oder leicht über dem Referenzwert liegen. Obwohl die Pferdebesitzer in vielen Fällen bereits regelmäßig ein das Spurenelement Zink enthaltenes Mineralfutter zufüttern, kommt es zu einem Zinkmangel im Blutbild. Schuld daran ist u.a. eine ungünstige anorganische Komplexverbindung, Wechselwirkungen zu anderen Inhaltsstoffen oder ganz einfach nur eine unzureichende Menge an Zink je Mineralfuttergabe.

Nicht grundsätzlich müssen Pferde bei einem Zinkmangel bereits deutliche Symptome zeigen – dennoch beobachten die Pferdebesitzer bereits häufig eine höhere Infektanfälligkeit, leichte Leitungsdefizite oder Hautirritationen wie Juckreiz, Mauke oder Raspe. Erste Warnzeichen für einen Zinkmangel beim Pferd.

Zink beim Pferd – ein Spurenelement mit hoher Stoffwechselbeteiligung

Bei den Säugetieren und somit auch bei unseren Pferden zählt das Zink, neben Eisen und Selen, zu den mengenmäßig bedeutsamsten Spurenelementen. Zink ist an etlichen biologischen Reaktionen beteiligt und daher auch beim Pferd für dessen biologische Prozesse im Stoffwechsel lebensnotwendig. Zink gelangt in der Regel über die Nahrung (Weide) ins Blut und der Zinkgehalt in den Pflanzen ist stark abhängig von den Bodenverhältnissen und dem Anteil der Proteine (Eiweiße) in der Pflanze. Je intensiver die Weidewirtschaft desto weniger Zink kann das Pferd aufnehmen. Ob gerade auch deshalb immer mehr Pferde einen Zinkmangel im Blutbild aufweisen, ist statistisch nicht belegt. Sicher ist, dass darüber hinaus noch weitere Faktoren dafür verantwortlich sind, warum immer mehr Pferde unter einen Zinkmangel „leiden“.

Der Zinkgehalt in Böden nimmt ab

Untersuchungen zeigen, dass eine intensiv betriebene Weidewirtschaft zu einem Zinkmangel im Futter führt. Auch in der Pflanze übernimmt Zink im Eiweißstoffwechsel eine führende Rolle. Die Zinkaufnahme der Pflanzen ist außer vom Zinkgehalt im Boden in erster Linie vom pH-Wert und Phosphatgehalt im Boden abhängig.

Umweltgifte, Verdauungsprobleme, Stoffwechselerkrankungen, Medikamente usw. erhöhen den täglichen Zinkbedarf beim Pferd

Gerade in den Entgiftungsorganen Haut, Niere und Leber ist das Spurenelement Zink integraler Bestandteil und/oder Cofaktor zahlreicher Enzyme. Kommt es im Entgiftungsstoffwechsel zu einer stark ansteigenden Aktivität ist auch der Bedarf an Zink erhöht. Wird es aber dem Pferd nicht über eine zusätzliches Ergänzungsfutter oder ein hochwertiges Mineralfutter bereitgestellt, kommt es am Ende zu einer durch den Zinkmangel beim Pferd verminderten Entgiftungsleistung, Hautirritationen (Mauke, Ekzem usw.)  und einer reduzierten Leberaktivität. Gerade aber die Leber übernimmt neben der Entgiftung eine Vielzahl von weiteren Aufgaben (Energie – bzw. Kohlenhydratstoffwechsel, Fettstoffwechsel, Insulin- bzw. Hormonstoffwechsel). Auch hier ist das Spurenelement Zink wesentlicher Akteur.

Zinkmangel beim Pferd

Falsches Futter – Wechselwirkungen – Bioverfügbarkeit

Zink wird beim Pferd über den Dünndarm resorbiert. Die beste Aufnahme (Bioverfügbarkeit) erreicht man, wenn Zink an Proteine (Aminosäuren) gebunden wird. Heute weiß man auch, dass die Resorptionsrate organischen Zinks beim Pferd durch Vitamin C, Tryptophan, Cystein, Methionin usw. erhöht werden kann. Dennoch nutzen andere Mineralien und Spurenelemente denselben Weg über den Dünndarm in den Stoffwechselkreislauf des Pferdes. Daher kann die Zinkaufnahme durch Fütterungsfehler gehemmt bzw. reduziert werden.  Calcium z.B. bildet mit dem Zink einen unlöslichen Zink-Calciumphytat-Komplex und es kommt dadurch zu einer erhöhten renalen Ausscheidung oder verdrängt es. Schwermetalle wie z.B. Cadmium (Dünger, Leinsamen, Seealgen usw.)  oder das Lingnin aus dem Stroh, die Phytinsäure aus dem Getreide oder der Bierhefe hemmen eine Aufnahme und es kann, trotz einer rechnerisch ausreichenden Versorgung, zu einem Zinkmangel beim Pferd kommen. Auch Spurenelemente wie Eisen und Kupfer nehmen Einfluss auf die Zinkresorption.


Die Gefahr einer Fettleber bei Zinkmangel und der Wahl des falschen Öls beim Pferd!

Bei einer Reihe von Untersuchungen an Tieren (auch Pferden) konnte festgestellt werden, dass Zinkmangel und die überwiegende Zufütterung von Ölen mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (Kokosfett, Olivenöl, Distelöl usw.) zu einer Fettleber führt. (EDER und KIRCHGESSNER, 1994). Zink als essentielles Spurenelement besitzt eine wichtige Position im Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Fehlt das Zink oder hat das Pferd einen Zinkmangel kommt es zu Fetteinlagerungen in der Leber. In den Studien konnte dieser massive Anstieg aber nur bei gesättigten Fettsäuren beobachtet werden. Leinöle oder Fischöle (hoher Anteil an Omega 3 Fettsäuren) zeigten in den Versuchen keinen signifikanten Anstieg der Fette in der Leber. Auch weiß man, dass Zinkmangel zu einer signifikanten Glukoseintoleranz führt. (ROTH und KIRCHGESSNER). Auf Grund der bei EMS oder KPU stoffwechselspezifischen Störungen des Vitamin B Stoffwechsels, haben darüber hinaus Pferde auch bei ausreichender Zinksupplementierung einen Zinkmangel. Daher sollte bei der Wahl des Öles auf einen hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren (Leinöl oder Fischöl) geachtet werden. Zusätzlich kann mit einer bedarfsgerechten Supplementierung org. gebundenen Zinks (Zinkchelat) Einfluss auf den Glukosestoffwechsel genommen werden. Ebenso sind die oft überdurchschnittliche propagierten Eigenschaften anderer Öle (z.B. Schwarzkümmelöl usw.) reines Marketing und können weder die ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Omega 3 Fettsäuren für den Gelenk- und Immunstoffwechsel sowie dessen Verdaulichkeit übertreffen.

Leinöl oder/und Fischöl (unser Omega Balance Öl enthält beides in einem günstigen Verhältnis) ist daher immer noch die beste Wahl. Achten muss man auf eine kühle und lichtgeschützte Lagerung

Zinkmangel beim Pferd - Zink füttern!Spurenelement Zink beim Pferd – nicht nur bei Zinkmangel ein guter Therapieansatz

Schwerpunktmäßig ist gerade die Regenerations- und Entgiftungsleistung der Leber des Pferdes stark von der Zinkversorgung abhängig. Symptome wie struppiges Fell, Haarausfall, ein verzögerte Wundheilung oder eine eingeschränkte Futterverwertung können erste Anzeichen eines Zinkmangels beim Pferd sein. Im Blutbild deuten bereits Werte im unteren Referenzbereich auf eine Unterversorgung hin. Da die Resorption des Zink, bei hoher Dosierung, automatisch auf den Bedarf reduziert wird, ist eine Überdosierung nur bei falscher Anwendung zu erwarten. Wählen Sie Ergänzungsfutter mit organischen Zink-Komplexverbindungen und unterstützen Sie den Leberstoffwechsel. Gerade Pferde mit gesundheitlichen „Vorschäden“, wie z.B. EMS, KPU, ECS oder Sommerekzem benötigen als Grundversorgung ein Mineralfutter mit extra hochwertigem Zink. Diesem Anspruch werden wir mit allen unseren Ergänzungsfutter grundsätzlich gerecht. Darüber hinaus empfehlen wir bei niedrigen Zinkwerten unser zusätzliches Ergänzungsfutter Billy`s Zink. Spezielle Kräuter(Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn und Süßholz) unterstützen die Leber als Hauptorgan des Zinkstoffwechsels. Billy`s Zink gleicht die ernährungs- und stoffwechselbedingten Verluste des Spurenelements Zink aus.

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