Die essenzielle Aminosäure Methionin spielt in der Pferdefütterung eine bedeutende Rolle.Methionin gehört beim Pferd zu den essentiellen Aminosäuren und kann nicht selbst vom Körper hergestellt werden. L-Methionin ist ein notwendiger Baustein für viele Proteine und Hormone (z.B. L-Carnitin, Adrenalin, Cholin und Melatonin) und somit für viele Funktionen im Stoffwechsel der Pferde verantwortlich. Methionin wird verwendet, um Cystein und Taurin im Körper zu synthetisieren. Der Organismus beim Pferd kann die schwefelhaltige Aminosäure auch in der DL- Form vollständig verwerten, weshalb diese Form des Methionins oftmals in Ergänzungsfuttern für Tiere enthalten ist.

Das natürliche L-Methionin steht an jedem natürlichen Eiweißmolekül als Aminosäure an erster Stelle und wird über die Aminosäure Cystein/Cystin als größter Bestandteil von Haaren und Hufen dort verbraucht und eingelagert. In den Gelenken z.B. wirken Methionin und Cystein entzündungshemmend, schmerzlindern und stimulieren die Knorpelzellen zur Bildung von Knorpelgewebe.

Methionin wichtig für Haut, Huf und Fell beim Pferd

Besonders wichtig ist Methionin für den Eiweißstoffwechsel und z.B. für den Fell-, Haut- und Hufstoffwechsel der Pferde. Das Grundfutter der Pferde wird durch die exzessive Landwirtschaft immer einseitiger und dadurch sinkt der Methioningehalt im Futter stetig. Auch die gängigen Getreidesorten sind eher methioninarm. So kann der tägliche Bedarf, je nach Futterqualität, oft nicht komplett abgedeckt werden.

Früher wurden Aminosäuren noch aus tierischen Organismen gewonnen. Mittlerweile werden sie synthetisch hergestellt. Bei der Produktion von Methionin erhält man sogenanntes DL-Methionin, das auch „Racemat“ genannt wird. Es handelt sich um ein Gemisch, das zu gleichen Teilen aus dem natürlichen L-Methionin und dem sehr ähnlichen D-Methionin besteht, welches in der Natur nicht vorkommt. Der menschliche Stoffwechssel kann aber nur das L-Methionin in Muskeln einbauen. Bei Pferden gibt es hierzu nur wage Erkenntnisse. Somit ist heute davon auszugehen, dass D-Methionin ungenutzt wieder ausgeschieden wird. Also kann immer nur 50 % des DL-Methionins als verwertbare Quelle angesehen werden. Sehr selten - eher bei Medikamenten - wird deshalb das Racemat aufgetrennt, um reines L-Methionin zu erhalten.

Mangel an der Aminosäure Methionin beim Pferd macht sich durch schlechtes Haut- und Haarkleid sowie spröde Hufe bemerkbar.
Methioninmangel beim Pferd - Wirkung von Methionin

Ein Mangel an Methionin wird bei Pferden besonders durch eine dauerhaft sinkende Vitalität bemerkbar. Weitere Anzeichen können u.a. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Unwillen, mangelnde Konzentration, schlechtes Wachstum, verlangsamte Reaktionen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit sein. Der Methioninverbrauch ist vor allem bei Allergien, Leberstörungen oder Harnwegsinfekten im Auge zu behalten. Hier kann der Bedarf extrem ansteigen. Das überflüssige Methionin welches vom Körper nicht verbraucht wird, wird über die Nieren mittels dem Harn ausgeschieden. Dieser Vorgang kann bei unterschiedlichen Krankheiten positiv genutzt werden, denn überschüssiges Methionin bindet Schwermetalle und nicht mehr benötigte Stoffwechselendprodukte. Therapeutisch kann Methionin auch bei Harnwegsinfektionen einsetzt werden. Pferde mit hohen Kraftfuttergaben bilden sogenannte Phosphatsteine. Diese können bei übermäßiger Zufuhr von Phosphat wachsen und Stauungen oder Störungen in den Harnwegen verursachen. Methionin wirkt durch die Ansäuerung des Harns einer Neubildung und Ablagerung von Phosphatsteinen entgegen.

Bei allergischen Reaktionen schütten weiße Blutkörperchen vermehrt Histamine aus. Hier kann es zu Überempfindlichkeitsstörungen wie z.B. Sommerekzem beim Pferd kommen. Methionin kann lt. einiger wissenschaftlicher Erkenntnisse den Histaminwert gering halten.

Besonders hochwertige Methioninlieferanten sind:

  • Sesam
  • Spirulina
  • Soja
  • Chia
  • Leinsamen

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