Magnesium beim Pferd. Ein Mangel macht Pferde schreckhaftMagnesium hat beim Pferd die Aufgabe im Körper die Muskelkontraktionen und die Nervenweiterleitung zu unterstützen. Hilfreich ist das Magnesium auch bei vielen enzymatischen Reaktionen und beim Knochenaufbau.

Im Knochen sind etwa 8g Mg/kg enthalten und somit ist der Knochen ein großer Magnesiumspeicher im Körper. Zudem ist es ein wichtiges Mineral in der Bluthomöostase.

Aufgenommen wird das Magnesium größtenteils im Dünndarm und ausgeschieden hauptsächlich über den Urin (4,6mg Mg/kg Körpergewicht täglich) und ein geringer Teil auch über den Kot und Schweiß. Zum Ausgleich braucht ein Pferd zusätzlich 13 – 18mg Mg/kg Körpergewicht, das sind ca. 2 g/kg Futter TS. Das überschüssige Magnesium wird über die Nieren abgebaut.

Achtung:
Bei einer normalen Fütterung wird das Pferd mit ausreichend Magnesium versorgt. Vorausgesetzt ein artenreicher Grünschnitt und Heu ist von guter Qualität. Auch im Getreide ist Magnesium enthalten.

Magnesiummangel beim Pferd

Einen Magnesiummangel erkennt man an einer erhöhten Erregbar- und Schreckhaftigkeit, Muskelkrämpfen, Muskelzittern und einer gesteigerten Stressanfälligkeit. Langfristig bauen Herz- und Skelettmuskeln ab und die Arterien verkalken, da bei einem Magnesiummangel Calcium und Phosphor abgelagert werden. Weitere langfristige Folgen sind Verdauungsprobleme (Koliken), angelaufene Beine nach starker Belastung und Störungen im Fellwechsel. Selten kann es auch zu einer erschwerten Atmung mit Dämpfigkeitssymptomen kommen.

Magnesiumüberschuß beim Pferd

Eine drei- bis vierfache Überversorgung täglichen Mg-Bedarfs ist als unproblematisch anzusehen, belastet aber die renale Entgiftungsaktivität zusätzlich. In Verbindung mit einer zu hohen Phosphorgabe (z.B. durch hohe Anteile von Weizenkleie, wie im Mash) steigt das Risiko von Darm- und Harnsteinen.
Bei Trächtigkeit steigt der Bedarf nur gering. Erst während der Laktation und im Wachstum steigt der Bedarf deutlich an.

Ein zu viel an: Eisen, Calcium, Zink, Vitamin D, Fette und Proteine (Eiweiß) können die Aufnahme von Magnesium beeinträchtigen. Magnesiumoxid oder –sulfat besitzen eine deutlich schlechtere Bioverfügbarkeit als Magnesiumfurmarat oder –citrat.

Equipower-Magnesium bei Schreckhaftigkeit des Pferdes