Nicht immer weiß der Tierarzt sofort, was dem Patient Pferd wirklich fehlt.

Nur einige Tropfen Blut können hier mehr Aufschluss geben.

Im Pferdekörper findet ein permanenter Stoffwechsel statt. Ohne Unterlaß werden Zellen, Hormone und Nährstoffe auf- und abgebaut. Das Pferdeblut steht mit allen Organen unmittelbar in Kontakt und tauscht unendwegt Blut aus. Gerade deshalb kann ein Blutbild vom Pferd bzw. die Werte des Blutes ein Spiegel des momentanen Zustandes eines Pferdes und geben oft Hinweise auf eventuelle Krankheiten. Die zur Hilfenahme des Blutes um damit auch die Mineralversorgung zu überprüfen ist in Fachkreisen aber umstritten.

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Blut - das macht etwa 8 % des Körpergewichts eines Pferdes aus. Ein ausgewachsenes Pferd hat daher ca. 40 Liter dieser roten lebenswichtigen Flüssigkeit in sich. Blut ist per Definition ein Körperorgan. Neben der Pferdehaut das größte Organ mit besonders wichtigen Aufgaben die es zu erledigen hat. Es transportiert Nährstoffe in alle Organe und fungiert gleichzeitig als Abfallentsorger, in dem es überflüssige Stoffwechselprodukte mitnimmt. Blut reguliert die Temperatur des Pferdekörpers und reagiert sofort wenn etwas nicht stimmt. Es übernimmt die Rolle einer Polizei im Körper und meldet die Störung weiter.

Die wichtigste Funktion des Blutes ist sicherlich die Versorgung aller Organe mit Sauerstoff. Dafür haben sich alle Wirbeltiere ein hervorragendes Transportsystem angeeignet. Das eisenhaltige Hämoglobinmolekül befördert Sauerstoff in die kleinsten Kapilaren und nimmt auch zum Teil verbrauchten "Sauerstoff" - das Kohlenmonoxid von dort wieder mit.

Pferdeblut sieht zwar flüssig aus, dennoch enthält jeder Liter Milliarden fester Teilchen, die sogenannten Blutzellen. Flüssig im Blut ist nur das Blutplasma, das ca. 55 % des gesamten Blutes ausmacht. Hier findet man die Eiweisse (Proteine), die für die Blutgerinnung zuständig sind wieder.

An festen Bestandteilen sind enthalten:

  • rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
    • Blutbild Pferd 1 Erythrozyten sind nur ein hunderstel Millimeter groß. (4 Milliarden pro Liter) Sie befinden sich ungeordnet in Blutgefäßen und können sich nicht teilen. Die Lebensdauer dieser Blutkörperchen ist auf ca. 100 - 120 Tage begrenzt. Ihre Außenhülle (Zellmenbran) ist für kleinste Stoffe und Wasser durchlässig. Damit sie mit dem Sauerstoff beladen werden können, tragen sie den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Im Inneren des Hämoglobins steckt ein eisenatom. Daher ist für die Bildung der roten Blutkörperchen die Versorgung mit eisen lebensnotwendig.
  • weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
    • Die weißen Blutkörperchen stammen wie die roten aus dem Knochenmark des Pferdes. Leukozyten kommen in verhältnismässig geringer Zahl vor und erhöhen sich aber rapide wenn eine Infektion im Körper tobt. Da es unterschiedliche Fremdkörper gibt, müsssen sich die weißen Blutkörperchen in ihrer Aufgabe unterscheiden. Daher gibt es die Lymphozyten, Granulozyten, Monozyten, Plasmazellen usw. Jeder Typ ist also für einen bestimmten Fremdköper zuständig und vernichtet diese mit schlagkräftigen Waffen.

und die

  • Blutblättchen (Trombozyten)
    • Trombozyten sind farblose Bruchstücke von Knochenmarkzellen. Sie sind die kleinsten Blutkörperchen. Sie sind für die Blutgerinnung wichtig. Diese Blutkörperchen und ihre Vorstufen entstehen vorwiegend im Knochenmark des Pferdes.

an flüssigen Bestandteilen sind enthalten:

  • Blutplasma
    • Das Blutplasma besteht aus Wasser (90 %), Elektrolyten (besonders Natrum, Kalium und Kalzium) und aus Proteinen (ca. 7 %). Blutproteine sind Albumine, die an der Regulation des Wasserhaushalts beteiligt sind, sowie Globuline, die Antikörper enthalten und Fibrinogen, das für die Blutgerinnung verantwortlich ist.

 

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