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Tryptophan fürs Pferd – Gelassen und konzentriert im Alltag

Welchen Einfluss hat die Aminosäure Tryptophan auf das Pferd?Auch unsere Pferde können sich in unterschiedlichen Stimmungslagen befinden. Beteiligt und mitverantwortlich an den verschiedenen Stimmungen ist die essenzielle Aminosäure Tryptophan. Nur die L-Konfiguration der Aminosäure hat eine biologische Wirkung. Diese Aminosäure kann vom Pferd nicht selbst hergestellt werden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Gibt es einen Mangel an Tryptophan im Stoffwechsel des Pferdes, so hat dies unmittelbare Auswirkungen auf den Serotoninhaushalt. Die Aminosäure wird in den körpereigenen Neurotransmitter Serotonin umgewandelt und dies wiederum wirkt sich positiv auf die allgemeine Stimmung aus. Das Serotonin wird in der alltäglichen Sprache auch das „Glückshormon“ genannt.

Das Hormon Serotonin und die Wirkung auf das Pferd

  • Beruhigt Magen- und Darmtrakt bzw. die Aufnahme von Tryptophan ist bei einem entzündeten bzw. gereizten Darm erheblich gestört.
  • Einfluss auf das Herz- und Kreislaufsystem
  • Appetitregulierend
  • Reguliert das Schmerzempfinden
  • Nimmt Einfluss auf den Gemütszustand (Angst, Aggression, Depression)

Bei uns Menschen äußert sich eine Serotoninausschüttung, indem wir Glücksgefühle erleben und unser Wohlbefinden positiv ansteigt. Es sorgt dafür, dass wir uns rundum glücklich fühlen. Auch Pferde benötigen Serotonin um zufrieden zu sein und über ein positives Wohlbefinden zu verfügen. Das Tryptophan ist eine Vorstufe des Serotonins und ein Mangel durch Fütterung oder einer gestörten Aufnahme (Verdauungsstörung) kann oft der Grund für Stimmungsschwankungen beim Pferd sein, da es unmittelbar an der Synthese des Serotonins beteiligt ist.

Tryptophanmangel beim Pferd

Die Folge eines Mangels an Tryptophan beim Pferd können Schreckhaftigkeit, Unkonzentriertheit und Anspannung sein. Auch ein gesteigerter Appetit bzw. ein unnatürliches Fressverhalten sind ein Hinweis auf einen Tryptophanmangel. Wichtiger Bestandteil bei der Bildung von Niacin (Vitamin B3) ist ebenfalls das Tryptophan. Niacin ist zum einen am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen, Aminosäuren und Fetten beteiligt und zum anderen steuert es neurologische Prozesse, bekämpft Entzündungen und hat einen großen Einfluss auf die kognitive Leistung und das emotionale Wohlbefinden. Darüber hinaus sind zum Teil B-Vitamine und Vitamin C u.a. am Stoffwechsel unter Beteiligung dieser Aminosäure beteiligt.

Als essenzielle Aminosäure muss Tryptophan über die Nahrung aufgenommen werden. Paradoxerweise findet man einen hohen Anteil an Tryptophan nicht im Heu oder Stroh, sondern im Hafer, Gerste oder Soja. Auch Chlorella, Spirulina und Petersilie liefern Tryptophan.

Der Bedarf an Tryptophan beim Pferd erhöht sich insbesondere bei:

  • körperlichem oder psychischem Stress,
  • großen Anstrengungen,
  • chronischen oder entzündlichen Krankheiten (vor allem des Magen – Darmtraktes),
  • Leberschäden und
  • Mangel oder Unterernährung.

Nierenkräuter mit Tryptophan - Nervennahrung für das PferdEine isolierte Gabe von Tryptophan ist umstritten, da es von Natur aus kurzkettig ist und sich mit anderen Wirkstoffen nur schwer zu einer Wirkeinheit verbinden kann. Ferner sollten Pferde nicht „verlernen“, durch Eigensynthese unter Beteiligung von L-Tryptophan mit anderen Wirkstoffen Serotonin herzustellen. Sinnvoll ist es daher, das L-Tryptophan gemeinsam mit verschiedenen geeigneten Mineralien, Spurenelementen und B-Vitaminen zu kombinieren und diese dem Pferd gezielt zu verabreichen. Der tägliche Bedarf eines Pferdes mit 500 kg LM liegt je nach Arbeit bei 5 bis 10 Gramm/Tag. Bei entsprechend hochwertiger Heuqualität, etwas Hafer und ggf. Leinsamen ist der tägliche Bedarf im Regelfall gedeckt. Vorausgesetzt der Verdauungstrakt wird nicht durch äußere Einflüsse in seiner Funktion beeinträchtigt. Stress, harte Arbeit und Krankheit sind die häufigsten Gründe für nervöse, aggressive oder ängstliche Pferde. In solchen Fällen sind z.B. Ergänzungsfutter wie EQUIPUR – tryptomag oder Billy´s Nervenkräuter hilfreich. Höhere Dosierungen an L-Tryptophan sind nicht ADMR-Konform = Doping. Daher sollte im Falle eines Turniers das Ergänzungsfuttermittel 48 Stunden vorher abgesetzt werden.