Warenkorb:

0 Artikel - 0,00 €
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Gesamteiweiß (Eiweiß gesamt) im Blutbild der Pferde

Gesamteiweiss im Blutbild der Pferde wird im Serum oder Plasma ermittelt.Im Blutbild der Pferde wird auch das Totalprotein (Gesamteiweiß) im Serum oder Plasma ermittelt (Die Konzentration von Gesamteiweiß im Serum liegt um 5-10 % unter dem des Gesamteiweiß im Plasma). Dieser Wert gibt erste Anhaltspunkte über Störungen des Eiweißstoffwechsels beim Pferd. Proteine (Eiweiße) sind im Organismus des Pferdes an etlichen lebensnotwendigen Prozessen nicht nur beteiligt, sondern spielen dabei eine entscheidende Rolle. Eiweiße sind einerseits wichtige Baustoffe. Sie liefern das Baumaterial für z.B. eine gesunde Muskulatur, ein schönes Fell, eine reine Haut sowie für die Organe, den Knorpeln und den Hufen beim Pferd. Andererseits sind die Eiweiße auch am Enzym- und Hormonstoffwechsel beteiligt bzw. Bestandteil dieser komplexen Moleküle. Sie fungieren als wichtiges Transportprotein für Nähr- und Wirkstoffe, regulieren die Gerinnung und den pH-Wert des Blutes und sogenannte Immunglobuline schützen das Pferd vor gefährlichen Krankheitserregern.

Auch wenn wir bei der Fütterung der Pferde einen Überschuss an Eiweißen vermeiden sollten, sind sie dennoch auch die Bausteine allen Lebens. Ebenso problematisch wird es auch, wenn hochwertige essenzielle Eiweiße (die, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen) insbesondere Lysin, Methionin und Threonin fehlen oder die Eiweißsynthese neben der Mangelversorgung durch gesundheitliche chronische oder akute Störungen beeinträchtigt wird (Leberentzündungen, Nierenstörungen, Darmerkrankungen usw.). Derartige Störungen können über die Ermittlung des Gesamteiweißes im Blutbild sichtbar werden. Eine genauere Analyse des Gesamteiweißes kann darüber hinaus über die Bestimmung der einzelnen Serumproteine erfolgen.

Das Gesamteiweiß setzt sich zusammen aus:

  • Albumin (Transportprotein für Bilirubin, Kalzium, Magnesium, Progesteron, Fettsäuren und andere Nähr- und Wirkstoffe; ebenso ein Marker für einen Synthesedefekt bei der Leber)
  • Alpha-1-Globuline (Akutphasenprotein = bei akuter Entzündung, Pankreatitis, Magenkoliken usw. erhöht)
  • Alpha-2-Globuline (auch diese Eiweiße sind bei Entzündungen und Tumoren erhöht)
  • Beta Globuline (Transport- und Blutgerinnungsproteine. Marker für chronische Lebererkrankungen, Mangelernährung, Eisenmangelanämie, Autoimmunerkrankungen usw.)
  • Gamma Globuline (Immunabwehr; chronische und schwere Erkrankungen, Lebererkrankungen usw.)

In der Labordiagnostik des Gesamteiweißes beim Pferd wird man in erster Linie das Albumin genauer analysieren, da die Immunglobulinsynthese selten gestört ist. Wissen sollte man auch, dass bei Pferden unter 3 Jahren das Gesamteiweiß im Blut eher zu niedrig sowie bei Pferden über 18 Jahren öfters auch erhöht sein kann (Quelle Laboklin).

Gesamteiweiß im Blutbild des Pferdes zu niedrig:

Equipur-amino liefert wichtige Aminosäuren für das Pferd

  • Durchfall (insbesondere bei Fohlen)
  • Mangelernährung (insbesondere Eiweißmangelernährung)
  • Allergien (insbesondere auf Futtermittel)
  • Nierenerkrankungen
  • Entzündungen oder Störungen des Darms, im Rahmen dessen Eiweiße über den Darm verloren gehen.
  • schwere Leberschäden

Gesamteiweiß im Blutbild des Pferdes erhöht:

  • Chronische Infektionskrankheiten
  • Tumore
  • Wassermangel (nur erhöht, weil sich der Anteil des Eiweißes im Verhältnis zur Flüssigkeit im Blut erhöht)
  • Leberzirrhose

Gesamteiweiß wird in der Diagnostik beim Pferd nicht nur im Blutserum ermittelt, sondern auch über den Urin des Pferdes. Hier weisen die Werte auf eine mögliche Nierenerkrankung beim Pferd hin. Aber auch eine Harn- oder Nierenwegsinfektion würde erhöhte Werte hervorrufen. (Unter Stress kann die Ausscheidung auch erhöht sein)

Lesen Sie mehr über das Blutbild beim Pferd.


Einzelne Laborwerte bedürfen der genauen Analyse eines Fachmanns (Tierarzt oder erfahrener Tierheilpraktiker). Ein Laborwert oder mehrere Laborwerte ohne die zusätzliche Diagnose des Patienten Pferd (Symptomatik, Vorerkrankungen usw.) sind nicht aussagekräftig genug und lassen keine sicheren Rückschlüsse zu. Im Zweifelsfall bzw. zur Untermauerung einer hauptsächlich auf das Blutbild gestützten Diagnose sollte das Blutbild mindestens einmal im Abstand von 1 bis 4 Wochen wiederholt werden.