Grundsätzlich werden Getreide auf natürliche Weise von Schimmelpilzen und deren Gifte befallen. Im Regelfall sind auch kleinere Mengen an Mykotoxinen für den Organismus unproblematisch. Doch bei falschem An – oder Abbau oder falscher Ernte bzw. Lagerung kann sich die Situation gravierend verschlechtern  und somit ein potentielles Risiko für den Pferdestoffwechsel darstellen.


Aufgrund der Stabilität von Schimmelpilzgiften ist es schwer möglich diese aus dem Futter industriell zu entfernen. In vielen Fällen bleibt dann nur die chemische Behandlung, die wiederum für die Gesundheit der Pferde nicht unumstritten ist. Aber auch die falsche Lagerung von Getreide- oder Mischfuttern in der Futterkammer reicht aus, um in kurzer Zeit erhebliche Anteile an Schimmelpilzgiften zu produzieren. Daher sollte der Lagerstätte des Pferdefutters besonderes Augenmerk zukommen und feuchte oder warme Plätze unbedingt vermieden werden.


Zur weitestgehenden Vermeidung von Endophyten im Weidegras sollten insbesondere die weit verbreiteten Grassorten wie der Rohrschwingel oder das Deutsche Weidelgras auf der Pferdeweide keinen Platz finden. Verstärkt wird die Problematik durch starke Überweidung oder Dürre, da viele nützliche Grassorten dann durch die resistenten energiereichen Industriegräser verdrängt werden.


Eine weitere Strategie ist der Einsatz von sogenannten Mykotoxinbindern, welche dem Futter der Pferde beigemischt werden um letztendlich die Pilzgifte im Verdauungstrakt des Pferdes zu binden. Durch diese einfache Methode wird vermieden, dass diese über das Blut in die Leber zu gelangen. Durch das Füttern sogenannter Mykotoxinbinder können die Schimmelpilzgifte größtenteils isoliert und ausgeschieden werden, ohne den Organismus zu schädigen.


Gern eingesetzte Toxinbinder sind Tonminerale wie Kieselgur, Betonit oder Moromolit, Aktivkohle und synthetische Polymere. Der Nachteil dieser Tonminerale ist aber, dass diese nie alle Arten der Gifte binden und oft nur eine reduzierte Haftkapazität aufweisen. Ein weiterer Nachteil ist, dass diätetisch sinnvolle Wirkstoffe wie etwa Vitamine, Mineralstoffe oder Medikamente ebenfalls gebunden werden können. Ebenso kann wegen der Akzeptanz nur eine begrenzte Menge eingesetzt werden.


Glucomananne aus der Hefezellwand als gute Alternative


Auf der Suche nach Alternativen zu den bisherigen Mykotoxinbindern stieß man in Kanada auf die  gute Bindeeigenschaft von veresterten Glucomanannen, welche aus Zellwänden von selektierten Stämmen von Hefebakterien gewonnen wurden. Zahlreiche Laboruntersuchungen bestätigten das Anhaftvermögen der Glucomananne an die verschiedenen Schimmelpilzgifte. Eine im Jahr 2002 und 2005 in Kanada durchgeführte Studie bestätigte die hohe Wirksamkeit der Bindefähigkeit.


MykoTox  von Natural Horse Care enthält Mykotoxinbinder wie Kieselgur und aus Hefezellwänden gewonnene sogenannte Glucomananne. MykoTox wurde darüber hinaus mit wertvollen bioaktiven Vital-, Mikro- und Mineralstoffen angereichert und fördert so den Gesundheitsstatus des Pferdes. MykoTox verhindert den durch Mykotoxinbelastung möglichen Immun- und Leistungsabfall. MykoTox kann bei akuter Problematik oder auch prophylaktisch kurweise verfüttert werden. Bei dauerhafter Zufütterung kann die Tagesmenge auf die Hälfte reduziert werden. MykoTox eignet sich insbesondere zur Bindung von Schimmelpilzgiften bei belastetem Futter oder bei Weiden mit hohem Anteil an Endophyten enthaltenden Grassorten.
Anwendungsgebiete:


MykoTox kann eingesetzt werden bei Pferden

 

  • mit erhöhter Hufrehegefahr
  • mit Headshaking, Sommerekzem oder anderen Hautkrankheiten
  • mit erhöhten Leberwerten
  • mit Leistungsabfall und andauernder oder immer wiederkehrender Immunschwäche
  • mit kreuzverschlagsähnlichen Symptomen
  • mit akuten oder chronischen Magen- und Darmproblemen


und bei

 

  • Fütterung mit Heulage oder Heu minderer Qualität
  • hohen Mengen an Kraft- oder Mischfutter


oder zum Unterstützen des Stoffwechsels beim Anweiden oder bei Weidegang in den Herbstmonaten, auf stark überweideten Weideflächen oder bei Pferden mit Vergiftungserscheinungen (selbstverständlich in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt!)

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