
Kotwasser Pferd: Ursachen
Die Kotwasser-Problematik beim Pferd ist sehr vielschichtig und daher oft nicht so einfach ernährungsphysiologisch zu behandeln. Hier noch einige Tipps unserer Ernährungsberater bei sehr hartnäckigen Fällen:
In den meisten Fällen spielt bereits die Qualität des zur Verfügung gestellten Futters eine sehr wesentliche Rolle. Sogenannte Alfatoxine (Schimmelpilzarten) im Heu oder Mischfutter sind oftmals verantwortlich für Dysbakterien im Magen/Darmtrakt die wiederum den Leberstoffwechsel (Entgiftungsorgan) stark beanspruchen. Somit muss bei der Behandlung von Kotwasser beim Pferd oftmals systematisch vorgegangen werden, da außer der Dysbakterie auch der Blindarm, die Blinddarmwand, die Leber und in seltenen Fällen die Niere sowie Magengeschwüre oder Darmverkalkungen bzw. –vernarbungen und deren Symptome hieraus für die Entstehung von Kotwasser und/oder Durchfällen verantwortlich dafür sein können.
Kotwasser Pferd: weitere Auslöser
Zahnfehler, falsches Entwurmungs-Management, Schmerzen, Stress- und/oder Darm- und Hautparasiten sind ebenfalls oftmals unterschätzte Verursacher. Die Ursache herauszufinden ist oft sehr schwer oder gar nicht möglich. Viele Pferde mit Kotwasser haben ein normales, glänzendes Fell und auch ein Blutbild ergibt keine greifbaren Informationen.
>> Kotwasser Pferd: Waterstop - erfolgreich im Einsatz <<
Kotwasser Pferd: Was tun?
Das von Natural Horse Care hergestellte diätische Ergänzungsfuttermittel Waterstop ist offensichtlich so erfolgreich im Einsatz gegen Kotwasser beim Pferd weil wir in der Entwicklung versucht haben, eine Vielzahl der hier aufgeführten Mediatoren ernährungsphysiologisch gleichzeitig anzugehen.
Dennoch sollten Fehler in der Fütterung oder Haltung mit abgestellt werden, um den Heilungsprozess so effektiv zu unterstützen und den Stoffwechsel des Pferdes wieder auf eine qualitativ hochwertige, lebensqualitätsverbessernde Arbeit physiologisch zu fixieren.
Kotwasser Pferd: Ergänzende Fütterungsempfehlungen:
Hartnäckige Kotwasser-Patienten sollten neben der täglichen Gabe Waterstop auf Sägespäne gestellt werden. Stroh sollte nur in sehr guter Qualität und in sehr geringen Mengen zur Verfügung gestellt werden. Maximal 1,5 kg für ein 500 kg/Pferd.
Heu sollte so rationiert werden, dass das Pferd nicht mehr als 1 – 1,5 kg/100 LM (Lebendmasse Pferd) bekommt. Die Tagesmenge sollte auf 4 bis 5 Portionen/Tag verteilt werden. (Koppelgang auf mageren Weiden – 2 bis 3 mal 2 Std. täglich – (Vorsicht! Pferde mit Kotwasser können anfälliger für Hufrehe sein als gesunde Pferde.)
Sollte das Pferd zusätzlich noch Futter benötigen, stellen Sie diese Mengen über eingeweichte Heucobs 1 – 2 kg /Tag zur Verfügung. Sie können beruhigt Öl in das Futter geben, da dies in der Regel nicht der Auslöser des Kotwassers ist. Reduzieren Sie Ihre Kraftfuttermengen auf ein Minimum (0,3 – 0,5 kg/Portion). Die Tagesmenge sollte nicht mehr als das 0,003 fache des Körpergewichts des Pferdes betragen.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Pferd ausreichend Wasser zur Verfügung hat. Sogenannte Zungentränken sind nicht Pferdegerecht, da sie meist nicht kurzfristig genug Wasser zur Verfügung stellen - stellen Sie zusätzlich einen Eimer voll Wasser in die Box. Achten Sie darauf, dass das Wasser geprüft wird, sofern es kein Leitungswasser ist.
Mineral und/oder Salzlecksteine sollten Sie aus der Box entfernen. Geben Sie einen gehäuften Esslöffel Elektrolyte in das tägliche Futter, das reicht aus.
Füttern Sie je 100 kg Pferd 1 Messbecher Waterstop hinzu. Sollte sich nach ca. 10 Tagen keine sichtbare Verbesserung ergeben haben, füttern Sie noch zusätzlich 10 – 20 Gramm YeaSacc hinzu.
Notieren Sie sich täglich den Zustand Ihres Pferdes. Vermeiden Sie Streß für das Pferd und achten Sie darauf, ob sich die Kot-Konsistenz tagsüber verändert. Sollte keine Besserung eintreten nehmen Sie bitte auf jeden Fall mit uns Kontakt auf - wir helfen gerne weiter.

