Behandlung / Therapie:
Heilung ist bei einer Arthrose nicht möglich. Ziel einer jeden Behandlung einer Arthrose beim Pferd ist es, Schmerzen zu lindern. Ein Fortschreiten der Gelenkzerstörung soll verhindert, im besten Falle gestoppt werden. Es gibt viele Ansätze, um die Lebensqualität Ihres Pferdes deutlich zu verbessern:
- Die Homöopathie: mit der Unterstützung eines guten Homöopathen können die Selbstheilungskräfte des Pferdeorganismus mobilisiert werden und somit die Behandlung der Arthrose gut unterstützt werden.
- Blutegel: Die im Speichel von Blutegeln enthaltenen Substanzen haben unter anderem eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung.
- Fütterung: Achtung! Grundfutter- und Kraftuttermittel mit hohem Phosphoranteil (z.B. Silage oder Getreide) meiden, da dies zu einer zusätzlichen Demineralisierung der Knochen führen kann.
Zur Behandlung eines von Arthrose betroffenen Pferdes gehört immer die Fütterung einer ausgewogenen Mineralstoffmischung, z.B. unser Mineral Plus.
Zusätzlich können Ergänzungsfuttermittel den Gelenkstoffwechsel unterstützen:
- Chondroprotektive Substanzen: Verhinderung Abbau / Stabilisierung / Wiederaufbau Gelenkknorpel (enthalten im ArthriAid von NutriScience)
- Entzündungshemmende Pflanzen (Ingwer, Teufelskralle, Silberweide) – z.B. enthalten im EasoFlex von NutriScience
- Verbesserung der Nährstoff- und Energieversorgung des Knorpelgewebes
- Hyaluronsäure (enthalten im ArthriAid von NutriScience)
- Omega-3-Fettsäuren (z.B. Omega Balance Öl, CHIA-Plus, Leinöl)
- Therapie der Arthrose durch den Tierarzt:
Der Tierarzt kann das Fortschreiten von arthrotischen Veränderungen mit folgendem Methoden versuchen aufzuhalten, bzw. versuchen, die Schmerzen zu lindern:
- Einreiben mit entzündungshemmenden durchblutungsfördernden Lotionen im akuten Entzündungstadium um eine weitere Verknöcherung zu verhindern oder
- Scharfe Einreibungen, um (z.B. bei Spat) eine gewünschte Verknöcherung zu beschleunigen
- Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID)
- Steroidale Entzündungshemmer (Glokokorticoide)
- Hyaluronsäure
- Gespritzt (ins Gelenk)
- Irap = dem Pferd wird Blut entnommen, dieses wird mit Glaskügelchen gemischt, Dadurch werden entzündungshemmende, regenerierende Substanzen gebildet. Dieses Serum wird dann wiederum in das Gelenk gespritzt
- Arthroskopie: mittels eines Endoskopes werden Knochensplitter entfernt und das Gelenk anschließend gespült.
- Huforthopäde / Hufschmied: Durch entsprechende fachgemässe und regelmässige (!) Behandlung / Beschlag der Hufe können die von der Arthrose betroffenen Gelenke entlastet werden.
- Umgang:
- Reiten, bzw. bewegen Sie ein Pferd mit Arthrose regelmässig. Achten Sie auf eine längere Aufwärmphase.
- Eine gute Bemuskelung und kein Übergewicht schont die Gelenke.
- Keine engen Wendungen, schnelle Galopps oder plötzliche Stopps reiten = alles vermeiden, was Stöße oder Prellungen der betroffenen Gelenke verursachen kann.
- Pferde ggf. vorübergehend eindecken.
- Im Stall für eine warme, griffige Liegefläche (dicke Einstreu oder Gummimatten) sorgen.
Vorbeugung:
- Reiten / Springen: Aufwärmphase!!! Unbelastet erst Gelenk „schmieren“!!
- Ausreichend Bewegung auf geeignetem Untergrund
- Guter Hufbeschlag oder Huforthopädie
- Regelmässige maßvolle, dem Pferd entsprechende Belastung
- Ausreichende Versorgung (inkl. Hufbearbeitung) und Bewegung bereits im Fohlenalter
- Fütterung eines ausgewogenen hochwertigen Mineralfutters
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