2. Können Ekzemer durch Mineralmangel entstehen?
3. Mein Pferd hat PSSM - was kann ich füttern?
4. Was tun bei Mauke oder Raspe
5. Mein Pferd hat Gallen, was kann ich tun?
Zu klären wäre, ob es sich hier nicht um eine Vergiftung handelt, die auch durch Giftpflanzen auf der Weide verursacht worden sein könnte. Aber auch ein stark verwurmtes Pony welches plörzlich entwurmt wird kann solche Anzeichen in Begleitung mit einer Hufrehe zeigen. Auf jeden Fall aber sollte in diesem Krankheitsbild nicht selbst "gedoktert" werden. Hier ist der Tierarzt sicherlich der richtige Ansprechpartner (manchmal hat es sich bewährt noch eine andere Fachmeinung heranzuholen). Auch ein Tierarzt kann sich ja mal irren.
weitere Punkte die noch zu klären wären?:
hat das Pony Fieber oder/und Durchfall
Antioxidantien und verschiedene Aminosäuren helfen der Leber bei der Regeneration. ("Anobol" von Equipur und zusätzlich VitaminE, Lysin, Selen Präparat bzw. ein flüssiges Multivitaminpräparat z.B. NutriBoost von NutriScience. Wegen der Schmerzen und der vorliegenden Entzündung im Huf wäre evtl. Equipalazone oder EasoFlex (Silberweide, Yucca, Teufelskralle, MSM bzw, Methionin) hilfreich. Aber aus der Ferne wirklich schwer zu beurteilen.
Die Feststellung, dass die Blutuntersuchung einen Selen und Zinkmangel festgestellt haben - dürften ein Hinweis darauf sein, dass es ingsamt an der Mineralversorgung mangelt. Über 40 Vitamine, Spurenelemente täglich sind der Motor für einen funktionierenden Stoffwechsel. Hinzu kommen 20 Aminosäuren. Bei Hautproblemen ist ein hochwertiges Mineralfutter (am besten nicht pelletiert) sehr hilfreich. Wir verwenden das Mineralfutter NHC Mineral Plus mit reaktivierten Hefezellen (Mikroorganismen), org. Schwefel und erhöhtem Selen. Zusätzlich geben wir ca. 30 - 50 ml Leinöl mit Fischöl in das Futter hinzu. Dieses beiden Komponenten hatte wir extra wegen der Hautproblematik bei Tinkern entwickelt und die stabilen Ergebnisse sprechen für sich.
In der Regel leiden Vollblüter und diverse Quarterhorse-Zuchtlinien an der sogenannten Kohlenhydratunverträglichkeit PSSM. Das schließt natürlich nicht aus, dass das Ihr Haflinger auch hat. Gewissheit kann hier aber nur eine Muskelbiopsie geben. Gerne werden Kreuzverschläge als solche fälschlicherweise diagnostiziert.
Grundsätzlich bedeutet PSSM, dass Sie jegliches stoßweises kohlenhydratreiches Futter vermeiden sollten und ein Fütterung mit hohem Öl und Vitamin E Anteil vornehmen. In der Hauptsache sollte das Pferd nur Heu (erster Schnitt) möglichst spät geschnitten verabreicht bekommen. Der Weidegang sollte portioniert vorgenommen werden. Junges Weidegras sollte gemieden werden. Füttern Sie als Kraftfutter ca. 0,5 kg Safe & Sound von Dodson and Horrell sowie ca. 50 - 75 ml Omega Balance Öl dazu. Als Mineralfutter geben sie NHC-Mineral Plus ca. 50 Gramm/Tag und ggf. 5 - 10 Gramm NHC-Selen plus E. In der akuten Phase des PSSM sollten Sie dringendst den Nierenstoffwechsel unterstützen. Dies geschieht mit Equipur Renal und NHC-Selen plus E (2-3 Wochen)
PSSM Pferde sind Leistungspferde. Die Krankheit bedeutet keinesfalls das "Aus" für Ihr Pferd. Denken Sie daran PSSM-Pferde müssen Sie täglich ausgiebig trainieren. Sogenannte "Stehtage" sind Gift für Pferde mit PSSM. Vermeiden Sie in den ersten 10 - 15 Minuten des Trainings jegliche Aufregung für Ihr Pferd. Diskutieren Sie nicht und gehen Sie die Arbeit entspannt an.
Bereits im 3 - 5. Jahrhundert n. Ch. werden Empfehlungen zur Behandlung der Mauke in einer Rezeptsammlung aufgeführt. Die Abstammung des Wortes Mauke ist nicht eindeutig geklärt. Dr. vet. Florian Geburek aus Hannover hat sich in seiner Doktorarbeit dieses komplexen Themas angenommen und ausführlich beschrieben (Inhalte in Kürze auf dieser Homepage). Deutlich geht aus der Arbeit hervor, dass Mauke nicht nur Haltungsbedingt (Schmutzmauke) sondern insbesondere Fütterungsbedingt hervorgerufen werden kann. Aber auch Umwelteinflüsse rufen die Hautirritation insbesondere in der Fesselbeuge bzw. im Bereich des Sprunggelenks und Vorderfußwurzelgelenk (Raspe) hervor.
Aus den unterschiedlichen Untersuchungen auf diesem Gebiet geht übereinstimmend hervor, dass diese Hautschädigungen sekundär oft mit einer speziellen Milbenspezies begleitet wird, Hautpilz und insbesondere Bakterien deuten auf ein geschwächtes bzw. anfälliges Immunsystem hin.
Gallen (also Flüssigkeitsablagerungen) können unterscheidliche Ursachen haben und sind in den meisten Fällen nicht bewegungsstörend. Dennoch sind Gallen ein Hinweis darauf, dass irgendetwas nicht stimmt. Schlecht eingestreute Boxen (also Pferde liegen zu hart) oder alte Pferde (liegen öfters) können ein Hinweis auf Gallen (Ellebogen) sein. Schlagverletzungen durch andere Pferde oder weil sich die Pferde selbst reintreten können auch Gallen entstehen lassen. Überanspruchte immer wieder leicht entzündliche Sehnen bzw. Sehnenscheiden erhöhen die Flüssigkeitablagerungen. Größere Mengen Kraftfutter (insbes.) Hafer und junges Gras, Heu (zweiter Schnitt) belasten den Stoffwechsel und Niere wobei es zu Ablagerungen kommen kann. Stallbandagen stören den Lymphabfluss, hier sollte man nach einer erst kürzlich veröffentlichten tieräztlichen Studie sog. Flexstrümpfe verwendet werden. In anderen Fällen treten Gallen durch Mineralmangel auf.
Ernährungssphysiologisch kann die Entgiftung von giftigen Stoffwechselprodukten durch Nieren- und Leberentgiftende Ergänzungsfutter gegeben werden. Der Darm als Versorger der Organe mit lebensnotwendigen Spurenelementen, Enzymen, Aminosäuren und Vitaminen sollte grundsätzlich in seiner Funktion nicht beinträchtigt sein. Daher zeigen oft hochwertige probiotische Mineralfutter gute Ergebnisse. (Beispiel NHC-Mineral Plus (probiotisch) unterstützt neben der Grundversorgung an Mineralien wichtige entgiftende Stoffwechselvorgänge im Magen, Leber und Niere). Ältere Pferde sollten mit Silicium (Silicea, Kieselgur, Siliciumdioxid) zusätzlich versorgt werden. Pferde mit hohen Kraftfuttermengen, nicht immer guter Futterqualität oder nach Medikamenten können oder sollten kurweise entgiftet werden. (z.B. Equipur Renal 3 - 4 Wochen (Niere) und anschließend Equipur Anabol (Leber))
Pferde die starken Belastungen (Sport) ausgesetzt sind können regelmäßig nach der Belastung mit einem Kühlgel (am besten mit Arnica, Calendula, MSM (wichtig)) an den betroffenen Stellen eingerieben werden. Das fördert den Lympffluss und reduziert die gallenbildenden Reize durch Überanspruchung.
Zusätzlich Öl ins Futter (langkettig) ist immer gut.

